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Wussten Sie ...., |
dass ...
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... Riesenschlangen (Boidae) gar nicht
riesig sein müssen. Die kleinsten Riesenschlangen sind ausgewachsen deutlich
kleiner als ein Meter. Die Zusammenfassung zur Familie der Riesenschlangen
erfolgt anhand verschiedener Körpermerkmale und Verhaltensweisen, nicht aber
aufgrund ihrer Gesamtlänge. Von daher ist der deutsche Name "Riesenschlange"
völlig verwirrend. Nur gerade ein paar Arten können Körperausmasse
erreichen, die sie für den Menschen gefährlich machen (z.B. Felsen- oder
Netzpython, Grüne Anakonda). Die meisten Arten bleiben unter drei Metern und
sind für Menschen völlig ungefährlich. Zwar können auch kleinere Schlangen
zubeissen, ihr Biss hat aber deutlich kleinere Auswirkungen, als ein Katzen-
geschweige denn ein Hundebiss. |
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... Pfeilgiftfrösche, obschon immer
wieder anderes behauptet wird, keine Menschen umbringen können. Sie haben
zwar ein relativ starkes Hautgift (je nach Art), dieses müsste aber direkt
in die Blutbahn eines Menschen gelangen, um schaden anzurichten. Dazu ist
das kleine Fröschchen nicht in der Lage. Kommt dazu, dass Pfeilgiftfrösche,
die im Terrarium leben, ihre Giftigkeit innerhalb kurzer Zeit verlieren, da
sie ihr Gift nicht produzieren können, wenn ihnen die notwendigen
"Rohstoffe" (Futter) fehlen. Der viel sympathischere Trivialname von
Pfeilgiftfröschen lautet übrigens Baumsteigerfrösche. Dieser wird den
"bunten Perlen des Regenwaldes" auch eher gerecht. |
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... Reptilien kein Zuneigungsempfinden
und keinen Spieltrieb besitzen. Den Begriff "kuscheln" kennen sie daher
nicht, auch brauchen sie kein "Unterhaltungsprogramm". Das Schliessen der
Augen bei "Streicheleinheiten" hat nichts mit Wohlbefinden (wie bei einer
Katze) zu tun, sondern dient dem Schutz der Augen vor Fremdkörpern. Im
Terrarium sollten möglichst viele artgerechte Verhaltensweisen (jagen,
klettern, graben, fortpflanzen, ...) ermöglicht werden, menschliche
Verhaltensweisen gehören aber vor und nicht ins Terrarium. |
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... Schaben keine Hausschädlinge sind,
zumindest bis auf ganz wenige Arten (z.B. Gemeine Küchenschabe (Blatta
orientalis)). Einige wenige Arten können als Krankheitsüberträger
auftreten, die allermeisten der über 3500 Schabenarten sind aber
unscheinbare Waldbewohner, die die meisten Menschen nie zu Gesicht bekommen
und die so gut wie nie in menschliche Behausungen eindringen. |
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... einheimische Reptilien und Amphibien
alle unter Schutz stehen und weder getötet noch gefangen werden dürfen (dazu
gehören auch Kaulquappen, die auch heute noch häufig in Kinderzimmern
landen).
Viele dieser Arten sind stark gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht
und auf unsere aktive Hilfe angewiesen um zu überleben. Die beste Hilfe ist,
wenn man ihre Lebensräume schützt und ihnen womöglich neue schafft. Jeder
kann dazu was beitragen. |
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... Chamäleons ihre Farbe nicht ändern,
um sich vor dem Hintergrund unsichtbar zu machen. Chamäleons brauchen ihre
Fähigkeit die Farbe zu ändern vor allem zur intraspezifischen Kommunikation.
Sie bringen damit Ärger, Angst, Paarungsbereitschaft usw. zum Ausdruck. Es
gibt aber durchaus Reptilien, die ihre Farbe zu Tarnzwecken verändern. So
passen zum Beispiel einige Geckoarten ihre Farbe dem Untergrund an, wenn sie
schlafen. |
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... Spinnen nicht zu den Insekten
gehören. Alle Insekten haben sechs Beine, Spinnen aber deren acht. Beide
Klassen (Insecta und Arachnida) gehören, zusammen mit anderen, zum Stamm der Gliederfüsser (Arthropoda),
sind sonst aber nicht näher verwandt. |
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... in Madagaskar bereits etwa 95% der
Regenwaldflächen abgholzt sind. Sehr viele der dort vorkommenden Tiere und
Pflanzen sind endemisch (kommen nur dort vor) und ihr Überleben hängt
unmittelbar vom Erhalt dieser kleinen Restflächen ab. Verschwinden diese
übriggebliebenen Regenwaldflächen, verschwinden auch die dort lebenden
Organismen, unwiederbringlich. Hauptverursacher dieser dramatischen
Situation sind die französische Kolonialmacht, die im letzten Jahrhundert riesige Waldflächen
zur Holzgewinnung gerodet haben, und deren Abnehmer. |
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... derzeit weltweit ein Amphibiensterben
im Gange ist, das einmal mehr indirekt vom Menschen verursacht wird. Die
Tiere sterben an einer Krankheit namens Chytridiomykose, die durch einen
Pilz (Batrachochytrium dendrobatidis)
verursacht wird. Dieser Pilz wurde nach aktuellen Erkenntnissen im letzten
Jahrhundert durch den Menschen weltweit verbreitet (Krallenfrösche aus
Südafrika für Schwangerschaftstests). In Südamerika sind schon ganze
Amphibienbestände ausgelöscht worden und mehrere Arten sind bereits
ausgestorben. Aber auch in Europa und auf anderen Kontinenten hat die
Krankheit schon grossen Schaden unter den Amphibienbeständen angerichtet.
Eine Behandlung der Krankheit, die auch im Freiland einsetzbar wäre, gibt es
bis heute nicht. Wissenschafter sprechen vom grössten Massensterben einer
Wirbeltierklasse seit dem Aussterben der Dinosaurier. |
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... in Japan immer noch jährlich
zig-tausende von Delfinen auf brutalste Art und Weise abgeschlachtet
werden, nur weil man das schon immer gemacht hat (-->)
und dass Pelztieren in China das Fell bei lebendigem Leibe abgezogen
wird, damit sich die Schönen und Reichen "mit fremden Federn (Pelzen)
schmücken können" (-->). |
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