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Blauer Bambus-Taggecko
© by Dieter M. Humbel


Phelsuma grandis
Phelsuma
laticauda laticauda

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Blauer Bambus-Taggecko (Phelsuma klemmeri)

( SEIPP, 1991 )

Klasse: Kriechtiere - Reptilia
Ordnung: Schuppenkriechtiere - Squamata
Unterordnung: Echsen - Lacertilia
Familie: Geckos - Gekkonidae

 

Weibchen
Weibchen
Weibchen
Weibchen
noch etwas scheu
noch etwas scheu
Weibchen
Weibchen
Spiegelbild
Spiegelbild
schon trächtig
schon trächtig

schon trächtig
 Pärchen
Pärchen
Männchen
Männchen
Männchen
Männchen
   

 

Vorkommen: Nord-West-Madagaskar
Grösse: ca. 85 - 95 mm
Lebenserwartung: ca. 5-7 Jahre
Aktivität:
tagaktiv
Charakter: intraspezifisch rel. gut verträglich
Klima: Tag ca.27-28°C/70% rel.F. - Nacht ca. 20-22°C/80% rel.F.
Nahrung: kleine Grillen, Fliegen, Fruchtbrei
Fortpflanzung: legen alle 3 - 6 Wochen 2 verklebte Eier
Inkubation: ca. 32-40 Tage bei 28°C und ca. 70% rel.F.

     
  Nachzucht 2008  
     
frisch geschlüpft
frisch geschlüpft
frisch geschlüpft
frisch geschlüpft
3 Tage alt
3 Tage alt
3 Tage alt
3 Tage alt
   
     

Phelsuma klemmeri ist mit einer Gesamtlänge von 85 -95 mm eine der kleinsten Arten der Gattung Phelsuma. Charakteristisch für die Tiere ist ihre sehr kontrastreiche Färbung. Im Gegensatz zu den meisten anderen Phelsumenarten fällt der Blaue Bambus-Taggecko durch seine relativ gute intraspezifische Verträglichkeit auf, so dass in der Regel ein Männchen auch mit mehreren Weibchen zusammen gehalten werden kann. Auch Jungtieren im selben Terrarium wird normalerweise nicht nachgestellt.
Das natürliche Verbreitungsgebiet von Phelsuma klemmeri liegt im Nordwesten Madagaskars, im Sambarino-Gebiet. Die Art wurde erst 1991 von SEIPP beschrieben und zu Ehren von Dr. Konrad Klemmer vom Museum Senckenberg benannt.

Wieso kann ein Gecko über Glasscheiben laufen ?

Ernährung:
Auch der Blaue Bambus-Taggecko ernährt sich omnivor. Nebst kleinen Insekten frisst er auch sehr gerne süsse Früchte und Nektar. Im Terrarium sollte demzufolge nebst Drosophilas, kleinen Grillen und anderen Insekten auch wöchentlich Früchtebrei gereicht werden. Die Zugabe eines Vitaminpräparates wie Korvimin ZVT oder Herpetal Complete T dürfte selbstverständlich sein. Bei mir gibt es, wie für die anderen Phelsumen auch, einen Bananenbrei mit etwas Honig, geriebene Sepia und Korvimin/Herpetal. Gelegentlich mische ich etwas Karottensaft (Vitamin A) dazu.

Terrarium:
Wie alle Phelsumen liebt auch der Bambus-Taggecko glatte Flächen zum Klettern. Entsprechend sollte das Terrarium mit Bambusröhren und anderen glatten Klettermöglichkeiten ausgestattet sein. Auch glattblättrige Pflanzen eignen sich natürlich gut und helfen gleichzeitig, die Luftfeuchtigkeit konstant zu halten. Bromelien oder Neoregelien dienen bei mir gleichzeitig als Wassergefäss.
Selbstverständlich muss das Terrarium über eine gute Tageslicht-Beleuchtung (z.B. Vollspektrum-T5 oder HQI) und eine ausreichende UV-Versorgung verfügen.

Fortpflanzung:
Die Tiere werden mit 10 - 12 Monaten geschlechtsreif. Das Weibchen legt während der Legeperiode von Februar bis September etwa alle 4-6 Wochen ein Doppelei. Bei einer Inkubationstemperatur von ca. 28°C schlüpfen die Jungtiere nach etwa 32 - 40 Tagen. Wird den Eiern eine Nachtabsenkung gegönnt, was der Gesundheit der Jungtiere zuträglich ist, dauert die Zeitigung etwa 8 - 10 Tage länger.


Männchen

Weibchen

Aufzucht:
Die Jungtiere können entweder im Terrarium der Elterntiere oder in kleinen Aufzuchtbecken aufgezogen werden. Bei mir erfolgt die Aufzucht in der Regel im Terrarium der Elterntiere und ausnahmsweise in Plastikdosen, die oben und unten mit einer Belüftung aus Drahtgaze versehen sind. Die Beleuchtung und die UV-Versorgung ist über D3-Kompakt-Lampen (TerraSun CL) gewährleistet. Die Ernährung erfolgt mit Drosophilas, Mikroheimchen usw., sowie gelegentlich Früchtebrei.

Achtung: Geckofalle
Vorsicht ist mit Bambusröhren, die Risse aufweisen, angebracht. Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen können dazu führen, dass sich diese Risse durch Spannungen öffnen und schliessen, so dass ein kleiner Gecko mal durchschlüpfen kann und mal nicht. Ich habe es mittlerweile schon zweimal erlebt, dass junge Phelsuma klemmeri durch einen solchen Riss, bei dem normalerweise nie ein Gecko durchpassen würde, in eine Röhre schlüpften und anschliessend zwischen zwei Stegen in der Röhre gefangen waren. Nur weil ich die Tiere vermisst und deshalb intensiv gesucht habe, konnte ich sie in der Röhre entdecken (Röhre mit einem Schraubenzieher aufgehebelt) und aus ihrer misslichen Lage befreien. Es ist also anzuraten, Bambusröhren so vorzubereiten, dass dies nicht geschehen kann (Löcher bohren, spalten oder allfällige Risse wirklich geckodicht verschlossen werden).

 

 

Literatur:
Der Blaue Bambus-Taggecko, Ulrike Anders, Natur und Tier Verlag, ISBN: 3-937285-76-8
Taggeckos, Die Gattung Phelsuma, H
ans-Peter Berghof, Natur und Tier Verlag, ISBN: 3-937285-45-8
Faszinierende Taggeckos, Gerhard Hallmann, Jens Krüger, Gerd Trautmann, Natur und Tier Verlag, Neuauflage erhältlich

 
Weitergehende Infos: http://www.ig-phelsuma.de
     
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