Home

Fachwörter-Glossar

Version vom 28.12.2009

0-9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z


Begiff

Erklärung


0 - 9

 

1.2.3

1. Stelle = Anzahl Männchen, 2. Stelle = Anzahl Weibchen, 3. Stelle (falls vorhanden) = Anzahl nicht bestimmter Tiere


A

 

Abdomen

Hinterleib von Gliederfüssern

Abdomina

Bauchschilder

Aberation

krankhafte Abänderung der Erscheinungsform einer Nominatform innerhalb ihres Verbreitungsgebietes durch Erbfehler oder Mutation, die ausserhalb der normalen Variationsbreite liegt

abortiv

nicht voll entwickelt

Abortiveier

Nähreier bei Anuren, mit denen die Quappen gefüttert werden (z.B. bei Dendrobates pumilio)

Acanthocephala

Kratzwürmer --> Endoparasiten

adult, Adulti

ausgewachsen, geschlechtsreif

Aestivation

--> Ästivation

Afterschild

geteiltes oder ungeteiltes Schild über der Kloake

Aftersporne

Überreste der Hinterbeine bei einigen Schlangenfamilien

Akinese

Totstellen als Abwehrverhalten (z.B. bei Brookesia-Arten)

Albinismus

angeborene Stoffwechselstörungen bei der Bildung von Melanine und dem daraus resultierenden Mangel an Pigmenten in Haut, Haaren und Augen. Leider werden viele Reptilien (v.a. Schlangen) bewusst mit diesem Defekt gezüchtet, da sie als Raritäten betrachtet werden und entsprechend höhere Preise erzielen

allochthon

nicht ursprünglich an einem Ort vorkommend, --> autochthon

allopatrisch

nicht im selben Gebiet vorkommend, --> sympatrisch

amelanistisch

Tiere ohne schwarze Farbpigmente

Amniota

Nabeltiere sind Landwirbeltiere, deren Embryonen sich in einer mit Fruchtwasser gefüllten Amnionhöhle entwickeln, die von einer Embryonalhülle  umgeben ist. Dadurch wurden sie in ihrer Entwicklung vom Wasser unabhängig (Säuger, Vögel, Reptilien). --> Anamnia

Amöben

Amöben gehören zu den einzelligen Endoparasiten. Es gibt pathogene und apathogene Arten. So führt ein Befall mit Entamoeba invadens häufig innerhalb einiger Wochen zum Tod des befallenen Tieres.

Amphibia

Klasse der Lurche

amphibiont

Lebensweise von Arten, welche während des ersten Teils ihres Lebens ausschliesslich im Wasser leben, später aber vorwiegend Landbewohner sind

amphibisch

im Wasser und an Land lebend

Amplexus

Zustand der Umklammerung bei Anuren während der Paarung

Anamnia

Eine Gruppe von Wirbeltieren, deren Embryonen nicht von einer Embryonalhülle umgeben sind. Im Gegensatz dazu werden Wirbeltiere mit einer Embryonalhülle als Amnioten bezeichnet. Anders als viele Amnioten sind die Anamnia meistens an Wasser gebunden (Amphibien, Fische).

Anapsiden

Amnioten, deren Schädel keine Schläfenöffnung besitzt (Schildkröten). --> Diapsiden, --> Synapsiden

antiparasitär

tötet Parasiten ab

antiseptisch

Wundinfektionen verhindernd

Analschild

--> Afterschild

Anomalie

nicht normal, Abnormität

Anorexie

Appetitlosigkeit, Fressunlust, Verlust des Triebes, Nahrung aufzunehmen

Antibiotikum

Medikament gegen Bakterien

Antimykotikum

Medikament gegen Pilze

Antiseptikum

keimtötendes Medikament zur Desinfektion von Wunden

Antivenin

Serum, Gegengift

Anura

Ordnung der Froschlurche (Klasse: Amphibien)

Art

sytematische Kategorie, Artnamen werden immer zusammen mit der Gattung angegeben

apathogen

nicht krankmachend, --> pathogen

aposematisch

Warnfarben tragend

Apoda

Ordnung der Schleichenlurche (Klasse: Amphibien)

aquatil

überwiegend im Wasser lebend --> fluviatil

Arachnida

Klasse der Spinnentiere (Artropoda)

arboricol

auf Büschen oder Bäumen lebend

arid

trockenes Klima, Verdunstungsmenge ist grösser als die Niederschlagsmenge, --> humid

Arthropoda

Stamm der Gliederfüsser

Ascariden

Spulwürmer --> Nematoden --> Endoparasiten

Ästivation

Ruhephase während Hitze- oder Trockenperioden

Autapomorphie

Merkmal, das eine Gruppe von Lebewesen, ein so genanntes Taxon, gegenüber verwandten Taxa auszeichnet

autochthon

einheimisch, an Ort und Stelle entstanden, --> allochthon

Autotomie

Fähigkeit von Reptilien den Schwanz oder einen Teil davon abzuwerfen (Eidechsen, Geckos, .....)

Avitaminose

massive Unterversorgung mit einem Vitamin, Vitamin fast nicht vorhanden

axanthisch

gelber Farbstoff (Xanthin) fehlt

axillar

in der Achselhöhle

zum Anfang

 


B

 

basal

an der Basis, am Anfang

bakterizid

tötet Bakterien ab

Batrachotoxin

Gift der Baumsteigerfrösche (Dendrobatidae) und der Kugelfische (Tetraodontidae). Eines der stärksten bekannten Gifte (Alkaloide) überhaupt. Batracotoxin ist ein Nervengift. Als giftigster Frosch gilt Phyllobates terribilis. Die Menge eines einzigen Frosches reicht, um etwa 20'000 Mäuse zu töten.

Baycox

Threrapeutikum gegen Kokzidiose (bei Ferkeln) auf Basis von Toltrazuril --> Coccidien

Biolicht, Biolight

siehe Beleuchtungsglossar

Biotop

natürlicher Lebensraum in dem sich die Lebensgemeinschaft von Flora und Fauna in einem biologischem Gleichgewicht befindet

boreal

nördlich, dem nördlichen Klima Europas, Asiens u. Amerikas zugehörend

Bright Sun

UV-Strahler, der auf der HQI-Technologie basiert

"Brille"

duchsichtige "Schuppe" über dem Auge von Schlangen und gewissen Geckoarten (--> Brillengeckos). Die "Brille" dient dem Schutz des Auges. Sie wird bei einer Häutung mitgehäutet.

Brillengecko

Gecko, bei denen die Lider verwachsen und mit einer "Brille" abgedeckt sind (z.B. Phelsumen). --> Lidgecko

Brunftschwielen

hornige Gebilde an den Vorderbeinen von männlichen Amphibien zur Verbesserung des Haltes beim Amplexus

Buchlunge

--> Fächerlunge

Bulbus

Begattungsorgan männlicher Vogelspinnen

zum Anfang

 


C

 

Ca/P-Verhältnis

Kalzium/Phosphor-Verhältnis, es sollte im Reptilienfutter möglichst zugunsten des Kalziums ausfallen, je nach Art zwischen 1.2 : 1 bis 2 :1. Da viele Futtermittel zuviel Phosphor haben, müssen sie mit Kalzium angereichert werden. Dazu eignet sich der Schulp des Tintenfisches (Sepia vulgaris), der in der Ziervogelabteilung von Zoofachgeschäften erhältlich ist. Dazu wird geriebene Sepiaschale über's Futter gestreut oder in zerbröselter Form in einem Schälchen ins Terrarium gestellt. Kalziummangel führt zu Muskelzittern, Rachitis und Osteomalazie.

Calciferol

Vitamin D (fettlöslich)

Calcitriol

aktive Form von Vitamin D3 --> Vitamin D3

Carapax

harte Abdeckung der Körperoberseite bei Gliederfüssern oder Rückenpanzer von Schildkröten

carnivor / karnivor

fleischfressend --> herbivor, omnivor, insektivor

caudal

schwanzwärts, den Schwanz betreffend

Caudata

Ordnung der Schwanzlurche (Klasse: Amphibien) --> Urodela

Cephalothorax, Prosoma

Vorderleib bei Spinnentieren. An ihm sitzen die Augen der Tiere, ihre paarigen Mundwerkzeuge (die Cheliceren und Pedipalpen) sowie 8 Beine.

Cercus, Cerci

paarige Hinterleibs-Anhänge  der Tracheentiere

Cestoden

Bandwürmer --> Endoparasiten

cf.

confer (lat.) = vergleiche

Chelicerata

Klasse der Spinnentiere

Chelizeren, Cheliceren

Mundwerkzeug, Kieferklauen bei Spinnen, Skorpionen usw. = Kieferklauenträger (Chelicerata)

Chitin

Hauptbestandteil der Körperhülle von Artropoden

Chitinase

Enzym, das Chitin abbaut

CHNZ

Schweizer Nachzucht

Cholecalciferol

Vitamin D3 --> Vitamin D3

Chromatophoren

Farbpigmente, die im Zusammenspiel mit Melaninzellen verschiedene Farbtöne in der Reptilienhaut entstehen lassen

Chromosom

In jedem Zellkern vorhandenes fadenförmiges und artspezifisches Gebilde, das das Erbgut eines Lebewesens trägt

chronisch

langsam verlaufend, langwierig

Chytrid

siehe Chytridiomykose

Chytridiomykose

siehe Amphibienkrankheiten

Ciliarschuppen

Lidschuppen

Coccidien

Einzellige Lebewesen, die in einer Wirtszelle eine ungeschlechtliche Vermehrung durchführen und die Zelle dabei zerstören. Die Kokzidien befallen vorwiegend den Magen-Darm-Trakt und bewirken starken Durchfall, bei Jungtieren oft auch tödlich. Erkrankungen durch Kokzidien nennt man Kokzidiose.

Collembola

Klasse der Springschwänze (Arthropoda)

Coxa

oberstes Beinglied bei Gliederfüssern

zum Anfang

 


D

 

D3-Lampe

Spezielle Terrarium-Energiesparlampe, die einen bestimmten Anteil UV-A und UV-B abgibt

dehydrieren

austrocknen

Dermis

Lederhaut, zweite Schicht der Haut --> Epidermis

Diapsiden

Amnioten, deren Schädel zwei Schläfenöffnungen besitzt (Reptilien ausser Schildkröten, Vögel). --> Anapsiden, --> Synapsiden

Dichromatismus

unterschiedliche Farbgebung (Geschlechtsdichromatismus)

Dimorphismus

Zweigestaltigkeit, Unterschiedlichkeit in der Körpergestalt, meist zwischen Geschlechtern (Geschlechtsdimorphismus)

Diplopoda

Klasse der Doppelfüsser

disjunkt

getrennt, durch unüberwindbare Hindernisse getrennte Lebensräume

distal

weiter von der Körpermitte entfernt als andere Körperteile, z.B. am vom Körper entfernten Ende der Zehen --> proxymal

diurnal

tagaktiv

divergent

entwicklungsgeschichtlich auseinanderlaufend

Diversität

Artenreichtum bezogen auf Fläche, Volumen, Probengrösse oder Individuenzahl

DNZ

Deutsche Nachzucht

Domestikation

Anpassung von Wildtieren an die Bedürfnisse des Menschen durch die Verpaarung besonders geeigneter Individuen über Generationen (z.B. speziell zahme Tiere). Bei domestizierten Tieren wird innerhalb derselben Art von Rassen gesprochen.

dominant

übergeordnet, beherrschend

dorsal

den Rücken betreffend

Dorsalia

Rückenschuppen

Drosophila

Gattung der Fruchtfliegen (Futtertier), z.B. Drosophila melanogaster

Duvernoy'sche Drüse

Lippendrüsen, die leicht giftige Sekrete absondern können

zum Anfang


E

 

Ekdysis

Häutung

Ektoparasiten

äussere Parasiten, siehe Reptilienkrankheiten  --> Parasit

Ektoskelett

Aussenskelett bei Arthropoden, auch Exoskelett

ektotherm

Tiere, deren Körpertemperatur ausschliesslich durch Umgebungstemperatur geregelt wird. Die meisten Tiere (Reptilien, Amphibien, Fische (ausser Tiefsee) und Invertebraten) sind ektotherm und gleichzeitig poikilotherm. Tiefseefische sind aufgrund der stabilen Umgebungstemperatur ektotherm und homoiotherm. --> endotherm

Elstein

Wärmestrahler, siehe Beleuchtungsseite

emers

an Land wachsend

endemisch

nur in einem begrenzten Gebiet vorkommend

endokrin

mit innerer Sekretion (Drüsen)

Endoparasiten

innere Parasiten, siehe Reptilienkrankheiten  --> Parasit

Endolymph-Säckchen

Organ im Bereich des Gehörganges bei Echsen (inbesondere Geckos) zur Speicherung von Kalzium, v.a. Weibchen bauen in diesen Säckchen einen Kalziumvorrat für die nächste Eiproduktion auf.

endotherm

Tiere, die ihre Körpertemperatur von innen regulieren --> ektotherm, homoiotherm, poikilotherm, heterotherm

Enterobacter

Bakterien die u.a. auch in der normalen Darmflora vorkommen und i.d.R. apathogen sind

ENZ

eigene Nachzucht

Enzym

In der lebenden Zelle gebildete organische Verbindung, die den Stoffwechsel des Organismus steuert

Epidermis

Oberhaut, äusserste Schicht der Haut --> Dermis

Epiphyten

Aufsitzerpflanzen (grch. epi = auf, phyton = Pflanze), leben nicht auf dem Boden, sondern auf anderen Pflanzen, ohne von diesen zu schmarotzen

ESL

Energiesparlampe

Ethologie

Verhaltenslehre, Verhaltensforschung bei Mensch und Tier

Ethopatie

Verhaltensstörung

euryök

anpassungsfähig an unterschiedliche Lebensbedingungen

Euthanasie

Sterbehilfe, schmerzloses Töten von Tieren, Einschläferung

Evertebrata

siehe Invertebrata

EVG

Elektronisches Vorschaltgerät, elektronisches Gerät zur Strombegrenzung bei Gasentladungs- und Leuchtstofflampen--> KVG

Evolution

die stammesgeschichtl. Entwicklung (Phylogenie) der Lebewesen von einfachen, urtümlichen Formen zu hochentwickelten

Exkremente

Ausscheidungen, Kot

Expansion

Ausbreitung

exokrin

mit äusserer Sekretion (Drüsen)

Exoskelett

Aussenskelett bei Wirbellosen

Exuvie

abgestreifte Körperhülle, Haut bei Reptilien, Gliederfüssern

zum Anfang

 


F

 

F1

ersten NZ-Generation aus WF-Elterntieren (Kinder)

F2, F3, ...

zweite, dritte, x-te NZ-Generation aus WF-Tieren (Enkel, Urenkel)

Facettenauge

Sehorgan von Insekten und anderen Arthropoden, aus zahlreichen Einzelaugen bestehend (bis zu einigen zehntausend)

Fächerlunge

Atmungsorgan von Arachniden

fakultativ pathogen

bedingt krankmachend, wenn die Umstände stimmen, z.B. geschwächtes Wirtstier

Familie

sytematische Kategorie zwischen Ordnung und Gattung: der Familienname wird durch die Endung "-idae" gekennzeichnet

Fauna

Tierreich --> Flora

Faunenverfälschung

Veränderung der lokalen Fauna durch bewusste oder unbewusste Einschleppung fremder Arten

fekund

fruchtbar

Femoralporen

artspezifisch angeordnete und oft geschlechtsspezifische Drüsenöffnungen an der Unterseite der Oberschenkel vieler Echsen, Bedeutung bislang noch nicht vollständig geklärt, bei Männchen häufig stärker ausgebildet, bei Weibchen meistens schwächer oder gar nicht vorhanden

Femur

drittes Beinglied bei Gliederfüssern

Fenbendazol

Breitspektrumanthelminthikum gegen Nematoden und Cestoden, Wirkstoff von Panacur --> Panacur

fertil

fruchtbar

Fertilität

Fruchtbarkeit

Filarien

Fadenwürmer --> Nematoden --> Endoparasiten

Filialgeneration

siehe F1, F2, F3

Flagellaten

Meistens apathogene einzellige Endoparasiten --> Endoparasiten

Flagyl

Medikament gegen Flagellaten

Flora

Pflanzenreich --> Fauna

fluviatil

im Süsswasser lebend --> aquatil

Follikel

Zellhülle des reifenden Eis im Eierstock

fossil

vorweltlich, versteinert; in einer vergangenen Ära lebend, --> rezent

fungizid

tötet Pilze ab

FZ

Farm-Nachzucht

zum Anfang

 


G

 

Gameten

Keimzellen, Geschlechtszellen

Gattung

sytematische Kategorie zwischen Familie und Art

Gen

Einzelner Erbfaktor (Merkmal) auf dem Chromosom

Genese

Entstehung, Entwicklung

genetisch

vererblich, erblich bedingt

Genom

Gesamtheit aller Erbfaktoren (Gene) eines Organismus

Geschlechtsdichromatismus

unterschiedliche Färbung bei Männchen und Weibchen ein und der selben Art

Geschlechtsdimorphismus

unterschiedliches Aussehen von Männchen und Weibchen (in sekundären Geschlechtsmerkmalen) einer  Art

GL

Gesamtlänge

Gliederfüsser

siehe Arthropoda

Gonaden

Keimdrüsen

gravid

trächtig

Grubenorgan

Sinnesorgan, das Grubenottern (Crotalidae, z.B. Lanzenottern und Klapperschlangen) zur Wahrnehmung von Infrarotstrahlung dient. Mit dem Grubenorgan können diese Schlangen Temperaturdifferenzen von ca. 0.003°C wahrnehmen. Dadurch können homoiotherme Beutetiere bei völliger Dunkelheit lokalisiert werden. --> Labialgruben

Gut-Loading

Nährstoffreiche Fütterung der Futtertiere kurz vor dem Verfüttern, so dass die Nährstoffe im Futtertier noch unverdaut zur Verfügung stehen und letztendlich direkt den Terrariumtieren zugute kommen.

Gymnophiona

Ordnung der Schleichenlurche (Klasse: Amphibien)

zum Anfang

 


H

 

Habitat

Ort, an dem eine bestimmte Tier- oder Pflanzenart regelmässig vorkommt

Habitus

Erscheinungsbild, Statur

Hämolymphe

Blutflüssigkeit wirbelloser Tiere

hämostatisch

direkte Giftwirkung auf das Blutstillungssystems (z.B. Schlangengift)

Hauttoxin

Hautgift

heliophil

sonnenliebend

heliotherm

von der Sonnenwärme abhängig, regeln die Körpertemperatur über die Sonnenstrahlung --> thigmotherm

hemimetabol

Insekten, die ohne Puppenstadium direkt zu ihrem Imagozustand gelangen

Hemiclitoris

paarige, taschenartige Einstülpung in der Kloake weiblicher Schuppenkriechtiere (Squamata)

Hemipenis/Hemipenes

paariges Geschlechtsorgan männlicher Schuppenkriechtiere (Squamata)

herbivor

pflanzenfressend --> omnivor, carnivor, insektivor

Herpesviren

Die Viren führen v.a. bei Schildkröten zu einer nekrotisierenden Stomatitis --> Stomatitis

Herpetofauna

Gesamtheit aller Amphibien- und Reptilienarten eines Gebietes

Herpetologie

Kriechtierkunde, Wissenschaft von Reptilien und Amphibien

heterogen

ungleich, uneinheitlich, verschieden

heterotherm

heterotherm sind Tiere, die zwar eigene Körperwärme erzeugen können, deren Körpertemperatur temporär oder regional stark variiert (temporär: z.B. Monotremata, Pythons, regional: z.B. Hummeln, Bienen). --> homoiotherm, poikilotherm

Hibernation

Überwinterung

Histologie

Lehre von den Geweben

holometabol

Insekten, die über ein Puppenstadium zu ihrem Imagozustand gelangen (Metamorphose)

Holotypus

Exemplar, anhand dessen die Beschreibung eines Taxons erfolgte --> Typusexemplar  --> Paratypus

homogen

gleichartig, gleichmäßig zusammengesetzt

homoiotherm

gleichwarm, Tiere die die Körpertempeteratur selber regulieren (Säuger, Vögel) oder anderweitig eine konstante Körpertemperatur aufweisen (Tiefseefische) --> poikilotherm, ektotherm, endotherm, heterotherm

homöotherm

siehe homoiotherm

HQI / HCI

Halogen-Metalldampflampe, siehe Beleuchtungsseite

HQL

Quecksilberdampflampe, siehe Beleuchtungsseite

humid

feuchtes Klima, Verdunstungsmenge ist kleiner als die Niederschlagsmenge, --> arid

Hybride

Bastard, Mischling (aus zwei verschiedenen (Unter-) Arten)

Hybridisierung

Bastardisierung, Kreuzung verschiedener Arten oder Unterarten

Hygrometer

Feuchtigkeitsmesser

Hydrolyse

Spaltung eines Moleküls bei der Verdauung durch Reaktion mit Wasser unter Mitwirkung von Enzymen

hydrophil

Wasser liebend, in feuchter Umgebeung lebend, --> hydrophob

hydrophob

Wasser meidend, in trockener Umgebung lebend, --> hydrophil

Hypervitaminose

Vitaminüberversorgung

Hypovitaminose

Vitaminunterversorgung, Vitaminmangel

Hypoxie

Sauerstoffmangel

zum Anfang

 


I

 

IBD

Inclusion Body Disease, unheilbare Krankheit, die vermutlich durch Viren verursacht wird und Riesenschlangen befällt. Erkrankte Tiere sollten euthanasiert werden.  --> Euthanasie

Imago

fertig ausgebildetes, geschlechtsreifes Insekt

Inkubation

Zeitigung (ausbrüten der Eier)

Inkubator

Gerät zur Zeitigung von Eiern

Insecta

Klasse der Insekten

insektivor

insektenfressend --> herbivor, carnivor, omnivor

Interkokask

Desinfektionsmittel gegen Dauerformen von Coccidien --> Oozysten

interspezifisch

zwischen verschiedenen Arten --> intraspezifisch

Intoxikation

Vergiftung

intraspezifisch

innerartlich, innerhalb der gleichen Art --> interspezifisch

Invertebrata

Wirbellose, alle Tiere ohne Wirbelsäule (keine systematische Gruppierung) --> Vertebrata

Inzucht

Fortpflanzung blutsverwanter Individuen

IR

Infra Red, Infrarot, Lichtstrahlung mit Wellenlängen von ca. 780 µm - 1 mm

Inzucht

Fortpflanzung blutsverwanter Individuen

Ivermectin

Wirkstoff zur Behandlung von Kratzwürmern (Acanthocephala)

zum Anfang

 


J

 

Jacobson-Organ
Jacobson'sches Organ

Paariges Geruchsorgan von Amphibien, Reptilien und vielen Säugetieren. Über die Zunge (bei den meisten Reptilien) werden Geruchspartikel dem Jacobson-Organ zugeführt und dort ausgewertet. Durch die gespaltene Zunge (Schlangen, Warane) kann die Intensität der Duftstoffe getrennt wahrgenommen und die Quelle lokalisiert werden. Benannt ist das Jacobson-Organ nach seinem dänischen Entdecker Louis Levin Jacobson.

juvenil

Jungtier, noch nicht geschlechtsreif

zum Anfang

 


K

 

Kaltblüter

veraltet --> poikilotherm

kardial

direkte Giftwirkung auf das Herz (z.B. Schlangengift)

Katalepsie

vorübergehende Bewegungslosigkeit, Muskelverkrampfung

Kategorie

taxonomische Rangstufen

Klassifikation

taxonomische Einordnung in dei Systematik

Kehlfahne

Hautlappen der von Unterkiefer bis Brustbein reicht und bei einer Bedrohung oder bei einer Fortpflanzungsbereitschaft aufgestellt wird (z.B. bei Basisken)

Klasse

sytematische Kategorie oberhalb der Ordnung

Kloake

gemeinsame Körperöffnung zur Entleerung von Stoffwechselprodukten und Fortpflanzung bei Reptilien, Amphibien, Vögeln und einigen wenigen Säugern (Monotremata)

Kokon

Hülle um die Eier von Spinnentieren oder um Insektenpuppen, meist aus Gespinst.

Kokzidien

siehe Coccidien

Kokzidiose

siehe Coccidien

Kommentkampf

Ritualkampf gleichgeschlechtlicher Individuen der gleichen Art, bei dem es normalerweise zu keinen Verletzungen kommt. Meistens geht es um die Paarungsfolge bei männlichen Tieren.

Komplexauge

--> Facettenauge

Konvergenz

die Ausbildung ähnlicher Merkmale hinsichtlich Gestalt und Organen bei genetisch verschiedenen Lebewesen, meist durch Anpassung an gleiche Umweltbedingungen (z.B. Dendobaten und Mantellas)

Kopulation

Paarung

KRL

Kopf - Rumpflänge

kryptisch

verborgen, Farb oder Gestaltanpassung an die Umwelt

Kryptosporidien

Einzelliger Endoparasit, die den Magen und den Darm befallen

KVG

Konventionelles Vorschaltgerät, induktives Gerät zur Strombegrenzung bei Gasentladungs- und Leuchtstofflampen, das KVG "frisst" etwa 10-20% der Nennleistung der angeschlossenen Lampe --> EVG

zum Anfang

 


L

 

L1, L2, L3 .....

Larvenstadien bei Insekten

Labialgruben

entlang der Ober- und Unterlippe angeordnetes Sinnesorgan bei den meisten Pythons und einigen Boas (Boidae), das zur Wahrnehmung infraroter Strahlung dient. Die Schlangen können damit Temperaturdifferenzen von bis zu 0.026°C wahrnehmen und homoiotherme Beutetiere bei absoluter Dunkelheit ausfindig machen. --> Grubenorgan

Labium

Teil der Mundwerkzeuge von Insekten

Lacertilia

Unterordnung der Echsen (Ordnung: Squamata)

Larve

Jugendstadium von Insekten und Amphibien vor der Metamorphose, --> Nymphe

lateinischer Name

falsche Bezeichnung für wissenschaftlicher Name --> wissenschaftlicher Name

lateral

seitlich

LED

Leuchtdiode

Legenot

Unfähigkeit reife Eier abzulegen. Dies kann an einer Krankheit, einer Anomalie bei den Eiern oder am Fehlen eines geeigneten Ablageplatz liegen. Eine nicht behandelte Legenot führt normalerweise zum Tod des Tieres.

letal

tödlich

Letaldosis

Menge eines Stoffes, die zum Tod des Tieres führt

Letaltemperatur

für den Organismus tödlich wirkende Temperatur

Letalität

Sterblichkeit; Verhältnis der Todesfälle zur Zahl der Erkrankten

Leuzismus

Erbkrankheit, Farblosigkeit, ein Gen-Defekt mit weitreichenden physiologischen Auswirkungen, leider werden viele Reptilien bewusst mit diesem Defekt gezüchtet, da sie als Raritäten betrachtet werden und entsprechend höhere Preise erzielen

Lidgecko

Gecko, bei denen die Lider nicht verwachsen sind und die somit ihre Augen schliessen können (z.B. Leopardgecko). --> Brillengecko

lineate

linienartig

Lokomotion

Gangart, Fortbewegung

Lorealschuppen

Zügelschilder (zwischen Augen- und Nasenschildern)

LSR

Leuchstoffröhre

zum Anfang

 


M

 

Mantiden

siehe Mantodea

Mantodea

Ordung der Fangschrecken (Gottesanbeterinnen)

Marginalia

Randschilder am Carapax

Maxille

bei Gliederfüssern zwei auf den Oberkiefer nach hinten folgende Mundgliedmassenpaare, die der Nahrungsaufnahme dienen.

medial

zur Mitte verlaufend, zur Mitte gelegen

Melanin

brauner oder schwarzer Farbstoff der Haut, der Haare, Federn od. Schuppen

Melanismus

Übermässige Pigmentierung durch massenhafte Ablagerung von Melaninen. Ein melanistisches Tier (Schwärzling) ist im Gegensatz zur üblichen Farbgebung seiner Art komplett schwarz gefärbt. Melanismus ist eigentlich das Gegenteil von Albinismus. Melanismus ist z.T. vererbbar.

Mesosoma

Verschmelzung des gesamten Thorax mit dem erstem Segment der Abdomen

Mesothorax

mittleres Segment des Thorax, alle Thoraxbereiche tragen jeweils ein Beinpaar, der Meso- und Metathorax auch Flügel.

Metabolismus

Stoffwechsel

Metamorphose

Indirekte Entwicklung vom Ei zum geschlechtsreifen Tier durch Einschaltung selbständiger Larvenstadien bei vielen Tieren. Man unterscheidet verschiedene Typen der Metamorphose. Eine vollkommene Verwandlung (Holometabolie) kommt bei Käfern, Flöhen, Hautflüglern, Zweiflüglern und Schmetterlingen vor. Die Larvenstadien unterscheiden sich in Gestalt und Lebensweise vom vollentwickelten Insekt (Imago), wobei diesem ein Ruhestadium (die Puppe) vorausgeht. Während dieser Zeitspanne wird keine Nahrung aufgenommen, und die vollständige Verwandlung findet statt. Bei der unvollkommenen Verwandlung (Hemimetabolie) geht das letzte Larvenstadium ohne Puppenruhe in die Imago über. Bereits die ersten Larvenstadien ähneln weitgehend dem erwachsenen Tier.

Metatarsus

sechstes Beinglied bei Gliederfüssern

Metathorax

drittes Segment des Thorax, alle Thoraxbereiche tragen jeweils ein Beinpaar, der Meso- und Metathorax auch Flügel.

Metronidazol

Wirkstoff gegen Flagellaten --> Flagyl

Mimese

Anpassung der Färbung, der Gestalt oder des Verhaltens an die Umgebung zum Schutz vor Feinden

Mimikry

Nachahmung einer anderen Art durch Gestalt und/oder Farbe

Mischlichtlampe

Kombination aus HQL- und normaler Glühlampe, die nebst Licht und Wärme auch eine bestimmte UV-Strahlung produziert,  siehe auch  Beleuchtungsseite

Mollusca, Mollusken

Weichtiere

monophyletisch

auf eine gemeinsame Stammform, einen gemeinsamen " Ur-Ahnen " zurückgehend

Monotremata

Kloakentiere (Schnabeligel, Schnabeltier), sehr urtümliche Säuger, die noch Eier legen

monotypisch

aus nur einem Taxon bestehende Gattung, Art oder sonstige Einheit  --> polytypisch

monozyklisch

nur eine Fortpflanzung pro Jahr

Morphe

bestimmte Erscheinungsform oder Gestalt

Morphologie

Lehre vom Bau und der Gestalt der Organismen

mukös

schleimig, von schleimartiger Beschaffenheit, schleimabsondernd

Muskelzittern

ist vielfach ein Symptom von Kalziummangel. Dieser entsteht durch ein schlechtes Ca/P-Verhältnis des Futters oder mangelnde Vitamin D3-Syntese durch fehlendes UV-B

muskulös

direkte zerstörende Giftwirkung auf die Muskulatur (z.B. Schlangengift)

Mykose

Durch niedere Pilze hervorgerufene Krankheit

Myriapoda

Überklasse der Tausendfüsser

zum Anfang

 


N

 

Nasale

Nasenschild

Nekrose, nekrotisch

Verletzungs- oder krankheitsbedingtes Absterben von Zellen am lebenden Körper, führt oft zu einer Blutvergiftung und zum Tod des betroffenen Tieres.

Nematoden

Fadenwürmer, es sind mehr als 1000 Arten beschrieben, die Reptilien befallen können --> Endoparasiten

Neopredisan

Desinfektionsmittel gegen Dauerformen von Coccidien --> Oozysten

Neotenie

Eintritt der Geschlechtsreife im Larvenstadium (z.B. bei Molchen)

neurologisch

direkte Giftwirkung auf die Reizleitungen des Nervensystems (z.B. Schlangengift)

NIR

Near Infra Red, naher Infrarot-Bereich, Wellenlängen von 780µm - 1 nm

nomenklatorisches System

siehe Systematik

Nominatform

Unterart, anhand derer eine Art beschrieben wurde, zeichnet sich durch einen identischen Unterart- und Artnamen aus (z.B. Phelsuma laticauda laticauda, im Gegensatz zu Phelsuma laticauda angularis), wird heute als nominotypisches Taxon bezeichnet
Nominatform hat nichts mit Farbvarianten zu tun, wie man oft fälschlicherweise liest.

nominotypisches Taxon

--> siehe Nominatform

Nymphe

Jugendstadium von Insekten mit einer direkten Entwicklung, d.h. ohne Metamorphose, --> Larve

NZ

Nachzucht

zum Anfang

 


O

 

Ocelle

augenfleckähnliche Zeichnung oder punktförmiges Lichtsinnesorgan (Punktauge)

Occipitalregion

im Bereich der Stirnschilder

Ökologie

Lehre von den Wechselbeziehungen der Organismen und deren Umwelt zu- und untereinander

olfaktorisch

den Geruchsinn betreffend

omnivor

allesfressend (Pflanzen und Fleisch) --> herbivor, carnivor, insektivor

Ontogenese

Entwicklung des Individuums

Oogenese

Entwicklung des Eis vom Keimepithel bis zum reifen Ei

oophag

eierfressend

Oothek

Eikokon von Fangschrecken (Mantodea) und Schaben (Blattodea)

Oozyste

Dauerform von Einzellern. Nach der Reifung der Oozyste dringen diese aktiv in kernhaltige Wirtszellen ein und vermehren sich dort. Oozysten sind i.d.R. sehr resistent gegen äussere Einflüsse. --> Coccidien

Oozyte

unreife Eizelle

Ophidia

siehe Serpentes

Opisthosoma

Hinterleib der Spinnentiere, v.a. Skorpione

Orbitalbereich

Augenbereich

Ordnung

sytematische Kategorie zwischen Klasse und Familie

Ösophagus

Speiseröhre

Osteomalazie

siehe Reptilienkrankheiten

Ovarium

Eierstöcke

ovipar

eierlegend --> vivipar

ovovivipar

eilebendgebärend, die Jungtiere schlüpfen aus Eiern, aber unmittelbar bei der Eiablage --> vivipar

Oxyuren

Madenwürmer, fakultativ pathogene Nematoden, brauchen keinen Zwischenwirt --> Nematoden --> Endoparasiten

zum Anfang

 


P

 

Palpus, Palpi

paarweise Tastorgane bei verschiedenen Arthropoden

Paludarium

Kombination aus Aquarium und Terrarium

Panacur

Breitspektrum-Anthelminthikum gegen unreife und reife Stadien von Magen-Darm-Nematoden und Cestoden auf Basis von Fenbendazol --> Nematoden, Cestoden

Parasit

Lebewesen, das auf Kosten eines anderen lebt, dieses zwar nicht tötet, aber durch Nahrungsentzug, durch seine Ausscheidungen usw. schädigt und das Krankheiten hervorrufen kann.

Paratoiden

giftstoffproduzierende Ohrdrüsen bei Amphibien

Paratypus

Vergleichsexemplar zum Holotypus

Parthenogenese

Jungfernzeugung, nicht geschlechtliche Fortpflanzung (bekannt bei Phasmiden, aber auch bei Lepidodactylus lugubris)

parthenogenetisch

siehe Parthenogenese

Patella

viertes Beinglied bei Gliederfüssern

pathogen

krankmachend, --> apathogen

Pedipalpen

Taster, Scheinbeine bei Spinnen

peptisch

verdauungsfördrnd

Peritonitis

Entzündung des Bauchfells (Peritoneum)

Petiolus

Verbindungsstück zwischen Cephalothorax und Abdomen bei Spinnen

petricol

stein- oder felsbewohnend

Phänotypus

Erscheinungsbild, Summe aller Merkmale eines Individuums, bezieht sich nicht nur auf morphologische, sondern auch auf physiologische Eigenschaften

Pharynx

Rachen, Schlund

Phasmatodea

Ordung der Gespenstschrecken

Phasmiden

siehe Phasmatodea

Phelsuma, Phelsumen

Gattung der Taggeckos

Pheromone

biologische Wirkstoffe, die nach aussen abgegeben werden und auf andere Individuen der gleichen Art Einfluss haben (z.B. Lockstoffe)

Phoresie

Beziehung zwischen zwei Tieren verschiedener Arten, bei der das eine Tier das andere vorübergehend zum Transport benutzt, ohne es zu schädigen.

Phylogenese

stammesgeschichtliche Entwicklung (biologische Evolution) der Lebewesen im Verlauf der Erdgeschichte.

Phylogenie

Stammesgeschichte der Lebewesen

physiologisch

die Lebensvorgänge im Organismus betreffend

Phytomimese

Nachahmung von Pflanzen oder Pflanzenteilen --> Mimese

phytophag

pflanzenfressend

Pinealorgan, Pinealauge

nach oben gerichtetes, zentrales drittes Auge auf dem Scheitelbein des Schädels, das bei ursprünglichen Wirbeltieren (z.B. Brückenechsen) als Lichtsinnesorgan zur Wahrnehmung von Helligkeitsunterschieden dient

Plastron

Bauchpanzer bei Schildkröten

poikilotherm

wechselwarm, Tiere die keine konstante Körpertemperatur aufweisen (Reptilien, Amphibien, Fische, Invertebraten) --> homoiotherm, heterotherm, ektotherm, endotherm

Polymorphismus

Vielgestaltigkeit

polytypisch

mehrere Taxa umfassende Gattung, Art oder sonstige Einheit  --> monotypisch

Population

alle Individuen einer bestimmten Art in einem bestimmten Gebiet

post-

hinter, nach

postanal

hinter dem After liegend --> präanal

postcloakale Schuppen

hinter der Kloake liegende vergrösserte Schuppen (auch Postanalschuppen)

postocular

hinter dem Auge liegend

Postocularia

Hinteraugenschild

prä-

vor

präanal

vor dem After liegend --> postanal

Präanalporen

Geschlechts- bzw. artspezifische Ausbildung von porenartigen Öffnungen in oftmals vergrößerten Schuppenreihen vor der Kloake mit weitgehend ungeklärter Funktion bei Echsen (vgl. Femoralporen)

Prädator

Fressfeind

Praziquantel

Wirkstoff zur Behandlung von Trematoden (z.B. in Cestocur)

Prolaps

Vorfall, Heraustreten von Teilen eines inneren Organs aus einer natürlichen Körperöffnung infolge Bindegewebsschwäche

Prophylaxe

Vorsorgliche Behandlung, z.B. bei Krankheiten

Prosoma

siehe Cephalothorax

Protozoen

Einzellige Lebewesen, die häufig parasitär leben

proxymal

näher bei der Körpermitte liegend als andere Körperteile --> distal

psammophil

im Sand lebend

zum Anfang

 


Q

 

Quarantäne

Absonderung kranker oder verdächtiger Tiere zur Verhinderung der Ansteckung gesunder Tiere. Ein Quarantäne-Becken sollte spartanisch eingerichtet und einfach zu reinigen sein, aber trotzdem die Grundbedürfnisse der Tiere abdecken.

zum Anfang

 


R

 

Rhabdiasiden

Lungenwürmer, kleine Nematoden die vorzugsweise die Lunge von Reptilien und Amphibien befallen --> Nematoden --> Endoparasiten

Ra-Wert, Ra-Zahl

Lichtqualität, Farbwiedergabe, siehe Beleuchtungsglossar

Rachitis

siehe Reptilienkrankheiten

Red Leg Disease

siehe Amphibienkrankheiten

Regenerat

nach Verlust nachgewachsenes Körperteil (z.B. Schwanz bei Echsen) --> Autotomie

renal

direkte zerstörende Giftwirkung auf die Nieren (z.B. Schlangengift)

Reproduktion

Vermehrung, Fortpflanzung

Reptilia

Klasse der Kriechtiere

resistent

widerstandsfähig

Retention

Funktionsstörung, die darin besteht, daß zur Ausscheidung bestimmte Körperflüssigkeiten od. andere Stoffe (bes. Urin) nicht [in ausreichendem Maße] ausgeschieden werden

retraktil

einziehbar (z.B. Krallen bei bestimmten Geckoarten)

rezent

in der Gegenwart lebend, --> fossil

Ritualkampf

siehe Kommentkampf

Rostrale

Schild an der Schnauzenspitze

rugos

runzlig

zum Anfang

 


S

 

Salmonellen

Bakterien, die bei vielen Reptilien vorkommen, ohne dass das Tier dabei erkrankt (latente Infektion), die Schwere der Infektion hängt vor allem vom Allgeinzustand des befallenen Tieres ab.

Sauria

siehe Lacertilia (veraltet)

saurophag

echsenfressend

Sedativum

Betäubungsmittel

Sekret

von einer Drüse produzierter und abgesonderter Stoff, der im Organismus bestimmte biochemische Aufgaben erfüllt

Sektion

Autopsie, Obduktion, kunstgerechte Leichenöffnung und -zergliederung. Sie dient der Erkennung von Todesursachen

semi-

halb

semiadult

Übergang zur Geschlechtsreife

semiarboricol

vorwiegend auf Bäumen, aber auch am Boden lebend

semiarid

halbtrocken (Steppengebiete)

semiaquatisch

am und z. T. auch im Wasser lebend

Sepia

Tintenfisch (Sepia vulgaris) --> Sepiaschale

Sepiaschale

Schulp der Sepia, wird zur zusätzlichen Verabreichung von Kalzium eingesetzt --> Ca/P-Verhältnis

Serpentes

Unterordnung der Schlangen (Ordnung: Squamata)

Setae

haarähnlich Haftborsten an den Haftlamellen von Geckos, Schätzungen gehen davon aus, dass ein Gecko über eine Million solcher Borsten besitzt

sezernieren

ein Sekret absondern

sezieren

eine Sektion durchführen

SL

Schwanzlänge

solitär

einzeln

sondieren

Geschlechtsbestimmung mittels einer Sonde bei Reptilien

sporizid

tötet Pilzsporen

Squamata

Ordnung der Schuppenkriechtiere (Echsen und Schlangen)

Spatulae

tellerförmig abgeflachte Verzweigungen der Haftborsten (Setae) bei Geckos, mit denen sich die Tiere selbst an Glasscheiben festhalten können

sp. / spec.

Species, Art

Species

Art

Species typica

Art, anhand derer die Gattung beschrieben wurde

Spermathek

Vorratstasche, in welcher Weibchen gewisser Arten Spermien aufbewahren können

Spermatophore

Samenpaket

ssp.

Subspecies, Unterart (Klasse: Reptilien)

Sternum

Brustschild auf der Unterseite des Cephalothorax bei Gliederfüssern

steril

keimfrei

Stigma

Tracheenöffnung der Spinnen, Tausendfüßer und Insekten

Stomatitis

siehe Reptilienkrankheiten

Streichholzbeinchen

siehe Amphibienkrankheiten

stridulieren

erzeugen von Lauten bei bestimmten Insekten durch Gegeneinanderstreichen bestimmter beweglicher Körperteile (z.B. Grillen, Heuschrecken)

Strongyliden

Zwergfadenwürmer, braucht keinen Zwischenwirt, kommt phasenweise auch freilebend vor --> Nematoden --> Endoparasiten

sub-

unter

Subdigitallamellen

Haftlamellen an den Zehen von Geckos

sublabial

im Bereich der Unterlippenschilder

submers

unter Wasser wachsend

Subspecies

Unterart

Substrat

Bodengrund, Nährboden

supplementieren

gezielte Aufwertung von Futter durch Vitamine, Mineralien, Spurenelemente

supra-

über, oben

supralabial

im Bereich der Oberlippenschilder

Supralabialia

Oberlippenschilder

Synapsiden

Amnioten, deren Schädel nur eine Schläfenöffnung besitzt (Säugetiere). --> Anapsiden, --> Diapsiden

Symbiose

Zusammenleben von Lebewesen verschiedener Art zum gegenseitigen Nutzen

sympatrisch

zusammen vorkommend, im selben Gebiet vorkommend, --> allopatrisch

Symptom

Krankheitsanzeichen

Synonym

Mehrfachbeschreibung, verschiedene wissenschaftliche Namen für das gleiche Taxon

Systematik

wissenschaftliche Gliederung von Organismen in systematische oder taxonomische Kategorien

zum Anfang

 


T

 

T4

4/8 Zoll - Leuchtstoffröhre

T5

5/8 Zoll - Leuchtstoffröhre (HO = High Output, HE = High Efficiency), siehe Beleuchtungsseite

T8

8/8 Zoll - Leuchtstoffröhre, siehe Beleuchtungsseite

taktorezeptibil

berührungsreizenden

Tarsus

Abschnitt des Beines von Gliederfüssern

Taxon

als systematische Einheit erkannte Gruppe von Lebewesen. I.d.R. hat diese Gruppe in der Systematik einen eigenen Namen.

Taxonomie

siehe Systematik

taxonomische Kategorie

systematische Kategorie zur Gliederung von Organismen,  (Reich, Abteilung, Stamm, Reihe, Klasse, Ordnung, Unterordnung, Zwischeordnung, Mikroordnung, Überfamilie, Familie, Unterfamilie, Tribus, Gattung, Art, Unterart)
z.B. Plattschwanzgecko: Reptilia, Squamata, Lacertilia, Gekkonomorpha, Gekkota, Gekkonoidae, Gekonidae, Gekkoninae, Gekkonini, Uroplatus, sikorae, sameiti

Terra typica

Fundort des Typusexemplares einer Art, Typuslokalität (veraltet)

terricol

bodenbewohnend

territorial

revierbildend

Testudinata

Ordnung der Schildkröten (Klasse: Reptilien)

thermophil

wärmeliebend

Thermokonforme Tiere

siehe poikilotherm

Thermoregulierung

Steuerung der optimalen Körpertemperatur durch Abkühlen oder Aufwärmen (z.B. bei Reptilien das Öffnen des Mauls zur Abkühlung)

Thermoregulatoren

siehe homoiotherm

Thorax

Brustbereich

Tibia

fünftes Beinglied bei Gliederfüssern

thigmotherm

von der Umgebungswärme abhängig, regeln die Körpertemperatur über die Umgebungstemperatur (Untergrund) --> heliotherm

Toltrazuril

Wirkstoff gegen Kokzidiose --> Baycox

Trachea

Luftröhre

Tracheen

Atmungsorgan bei Gliederfüssern

Trematoden

Saugwürmer --> Endoparasiten

Tribus

taxonomische Kategorie zwischen Gattung und Unterfamilie

Trichomonas

Gattung der Flagellaten --> Endoparasiten

Trivialname

umganssprachlicher Name (im Gegensatz zum wissenschaftlichen Namen)

Trochanter

zweites Beinglied bei Gliederfüssern

Tuberkel

dornenartige Kegelschuppe

Tumor

Geschwulst, Gewächs, Gewebswucherung

Tympanum

Trommelfell

Typus

unveränderlicher, festgelegter  Bezugspunkt für ein Taxon

Typusexemplar

das erste Exemplar , anhand dessen eine neue Art beschrieben wurde

Typuslokalität

Fundort des Typusexemplares einer Art

zum Anfang

 


U

 

Überfamilie

sytematische Zwischenkategorie oberhalb der Familie: der Überfamilienname wird durch die Endung "-ae" gekennzeichnet

Ultra Vitalux

UV-Mischlichtlampe, siehe Beleuchtungsseite

umbraphil

schattenliebend

unisexuell

eingeschlechtlich

Unterfamilie

sytematische Zwischenkategorie unterhalb der Familie: der Unterfamilienname wird durch die Endung "-inae" gekennzeichnet

Urat

Salz der Harnsäure

Urodela

Ordnung der Schwanzlurche (Klasse: Amphibien) --> Caudata

UV-Strahlung

elektromagnetische Wellen kurzer Wellenlänge von etwa 10 bis 400 nm

UV-A

Wellenlänge 320-400nm, sie führt beim Meschen zur langfristigen Bräunung der Haut

UV-B

Wellenlänge 280-320nm, sie führt beim Menschen zur kurzfristigen Bräunung der Haut (Hautkrebsrisiko). Wird von vielen Tieren, insbesondere Reptilien zur Bildung von Calciferol benötigt (Vitamin D3-Syntese)

UV-C

Wellenlänge 320-400nm, dringt nicht bis zur Erdoberfläche, hoher Schädigungsgrad der Haut, wird zur Entkeimung (z.B. von Wasser) verwendet

zum Anfang

 


V

 

valid

gültig

ventral

auf dem Bauch

Ventralia

Bauchschuppen

vertebral

auf der Rückenmittellinie

Vertebrata

Unterstamm der Wirbeltiere

viruzid

tötet Viren ab

Vitalux

siehe Ultra Vitalux

Vitamin D3

Vitamin D3 (Cholecalciferol) wird durch ausreichende Sonneneinstrahlung (UV-B) aus dem körpereigenen Provitamin 7-Dehydrocholesterol in der Haut synhetisiert und ist zwingend erforderlich für die Einlagerung von Kalzium in die Knochen. Vitamin D3-Mangel führt zu Rachitis und Osteomalazie --> Rachitis

vivipar

lebend gebärend --> ovovivipar, ovipar

Viviparie

Lebendgeburt nach abgeschlossener embryonaler Entwicklung im mütterlichen Organismus

Vollspektrum

siehe Beleuchtungsglossar

Vomeronasales Organ

--> Jacobsonsches Organ

zum Anfang

 


W

 

Warmblüter

veraltet --> homoiotherm

WF

Wildfang

wissenschaftlicher Name

Weltweit einheitlicher Name jeder Tier- und Pflanzenart. Besteht i.d.R. aus dem Gattungs- ,dem Art- und bei Bedarf dem Unterartnamen (z.B. Phelsuma madagascariensis grandis)

zum Anfang

 


X

 

xerophil

trockenheitsliebend

zum Anfang

 


Y

 

zum Anfang

 


Z

 

Zeitigung

Entwicklung, Bebrütung der Eier

Zeitigungsdauer

Entwicklungsdauer der Eier

zum Anfang

 

Wie alle Listen, ist auch diese hier nicht vollständig. Kennst du noch einen wichtigen Begriff oder ein spezielles Fachwort aus dem Themengebiet "Terraristik"? Dann schick es mir, am besten gleich mit Beschreibung. Besten Dank.

zurück zum Anfang

© 1999 - 2009 Dieter M. Humbel