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Pfeilschwanzgecko
© by Dieter M. Humbel


Uroplatus fimbriatus
Uroplatus sikorae
Uroplatus guentheri

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Pfeilschwanzgecko (Uroplatus ebenaui)

( BOETTGER, 1878 )

Klasse: Kriechtiere - Reptilia
Ordnung: Schuppenkriechtiere - Squamata
Unterordnung: Echsen - Lacertilia
Familie: Geckos - Gekkonidae

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
     
 


Vorkommen:
Nordmadagaskar, Nosy Be
Grösse: bis ca. 9 cm
Lebenserwartung: ?
Aktivität:
nachtaktiv, arboricol
Charakter: gutmütig, ruhig
Klima: Tag ca.22-26°C/70-80% rel.F. - Nacht ca. 18-20°C/90% rel.F.
Nahrung: kleine Heimchen, kleine Grillen, Fliegen
Fortpflanzung: Weibchen legt i.d.R. 2 Eier, werden vergraben
Inkubation: ca. 25-27 °C
 

     
  Detaillierte Verbreitungskarten
     
 

 

Die Gattung Uroplatus kommt endemisch in Madagaskar und auf einigen vorgelagerten Inseln vor und umfasst nach derzeitigem Wissensstand 13 Arten und eine Unterart. Uroplatus ebenaui ist mit einer Gesamtlänge von nur etwa 85mm eine der kleinsten Uroplatus-Arten. Seinen Namen hat er dem deutschen Sammler Carl Ebenau zu verdanken. Charakteristisch für Uroplatus ebenaui ist sein sehr kurzer (15-18mm) Schwanz, der bei den Weibchen über einen eher glatten, bei den Männchen einen gezackten Rand verfügt. Die Färbung reicht von beige über rot- bis zu schokoladebraun und verfügt über verschiedenartige Zeichnungen. Die Männchen sind in der Regel kontrastreicher gezeichnet als die Weibchen. Gelegentlich besitzen einzelne Exemplare einen hellbeigen Vertebralstreifen. Der Pfeilschwanzgecko ähnelt stark der Schwesterart Uroplatus phantasticus, weist aber vor allem aufgrund des sehr kurzen Schwanzes eine deutlich geringere Gesamtlänge auf.

Wieso kann ein Gecko über Glasscheiben laufen ?

Verbreitung / Lebensraum:
Uroplatus ebenaui lebt in den feucht-warmen Trockenwäldern in Nordmadagaskar und auf der Insel Nosy Be. Dort bewohnt er die unteren Vegetationsschichten bis etwa 1-2m über Grund. Sie schlafen über den Tag ohne Deckung und verlassen sich dabei voll und ganz auf ihre Tarnung (Phytomimese).

Ernährung:
Wie alle Uroplaten ernährt sich auch der Pfeilschwanzgecko rein carnivor und jagt kleine Insekten und andere Gliederfüsser. Dabei geht er nach typischer Uroplatus-Manier vor, langsam anschleichen, ruhig zielen und blitzschnell mit einem Sprung zuschlagen.

Terrarium:
Auch der Pfeilschwanzgecko kann sich problemlos an glatten Glasflächen festhalten. Uroplatus ebenaui benötigt ein feuchtwarmes Klima mit tagsüber ca. 22-26 °C und einer Luftfeuchtigkeit von über 70%. Nachts kann die Temperatur auf Zimmerniveau fallen. Die Feuchtigkeit wird über den Einsatz einer Beregnungsanlage oder mehrmaliges manuelles Sprühen erreicht.
Als Einrichtung dienen verschieden starke, horizontal und vertikal angeordnete Äste. Eine gute Bepflanzung kommt den Tieren sehr entgegen und hilft, eine möglichst konstante Luftfeuchtigkeit zu erreichen.


 

Literatur:
Plattschwanzgeckos, Patrick Schönecker, Natur- und Tier-Verlag, 2004, ISBN: 3-937285-28-8
Plattschwanzgeckos, Die Gattung Uroplatus, Sascha Svatek und Susanna van Duin, Chimaira-Verl
ag, 2002, ISBN: 978-3-00-009330-2

Weitere Uroplatusarten

Uroplatus henkeli

BOEHME & IBISCH, 1990

Nord- und Nordwest-Madagaskar

Uroplatus fimbriatus

MOQUART, 1908 Nord-Madagaskar, Nosy Mangabe, Masoala

Uroplatus sikorae sikorae

BOETTGER, 1913

Madagaskar, zwischen Antananarivo und Andasibe

Uroplatus sikorae sameiti

BOEHME & IBISCH, 1990

Madagaskar, Nosy Boraha

Uroplatus lineatus

DUMERIL & BIBRON, 1836

Ost-Madagaskar, Nosy Boraha

Uroplatus guentheri

MOCOQUART, 1908

West-Madagaskar

Uroplatus phantasticus

BOULENGER, 1888

Hochland Ost-Madagaskar

Uroplatus malahelo

NUSSBAUM & RAXFORTHY, 1994

Süd-Madagaskar, Taolanaro

Uroplatus alluaudi

MOCOQUART, 1894

Nord-Madagaskar

Uroplatus malama

NUSSBAUM & RAXFORTHY, 1995

Süd-Madagaskar, Taolanaro

Uroplatus pietschmanni

BOEHLE & SCHOENECKER, 2003 Madagaskar, zentr. Ostküste

Uroplatus giganteus

GLAW, KOSUCH, HENKEL, SOUND & BOEHME, 2006

Nordmadagaskar, Montagne d'Ambre

Uroplatus finiavana

RATSOAVINA et al., 2011 Nordmadagaskar, Montagne d'Ambre

 

 

 

 

 

Weitergehende Infos:
     
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