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Verbreitung: China, Nordkorea, Japan
Grösse: ca. 4 - 6 cm
Lebenserwartung: ca. 10 Jahre
Aktivität: tag-, dämmerungsaktiv
Charakter: lebhaft, etwas "dumm"
Klima: Tag ca.26°C/60% rel.F. / Nacht ca. 20°C/90% rel.F.
Nahrung: kleine Grillen, kleine Heimchen, Fliegen, Maden, Würmer
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Die Chinesische Rotbauchunke (Bombina orientalis)
ist eine nahe Verwandte unserer einheimischen Gelbbauch- und Rotbauchunken (Bombina
variegata und Bombina bombina). Sie gehört innerhalb der Froschlurche (Anura)
zur Familie der Unkenartigen (Bombinatoridae), früher gehörten sie zur Familie
der Scheibenzüngler (Discoglossidae). Die Unken werden
4-6 cm gross und bis zu 10 Jahre alt. Ihren roten Bauch
verlieren sie im Terrarium etwas, da ihnen offensichtlich in der Terrariumnahrung der notwendige rote Farbstoff fehlt
(Bachflohkrebse, Wasserflöhe). Als Ersatzfarbstoff können Futtertiere mit dem
Farbstoff Canthaxantin (z.B. in Aufzuchtpräparaten für Ziervögel) bestäubt
werden. Ich habe dies bei meinen Tieren ausprobiert und das Ergebnis lässt sich
zeigen . Allerdings muss ich in diesem
Zusammenhang auf meinen untenstehenden Hinweis
verweisen, der Canthaxantin als doch nicht ganz unproblematischen Stoff
erscheinen lässt.
Aktiv sind meine Tiere
eigentlich Tag und Nacht, mal mehr und mal weniger. Vor allem in den
Abendstunden wird häufig lautstark um die Wette gerufen, wobei das „uhh – uhh“
natürlich nie mit dem „ohrenbetäubenden“ Gequake von Laubfröschen verglichen
werden kann. Störend wirkt es auf jeden Fall nie, ganz im Gegenteil, auf mich
wirkt ihr Rufen sehr entspannend.
Nebst der grünen Variante treten auch immer wieder braune Tiere auf (von meinen
6 adulten Tieren sind auch zwei Exemplare braun). Auch Albinos, so genannte
"Goldunken" sollen regelmässig auftreten, wobei ich bis jetzt noch nie ein
solches Tier gehabt habe.
Ernährung:
Unken sind
carnivor. Die Tiere fressen vorwiegend kleine Würmer und Insekten.
Dabei sind sie nicht sehr wählerisch. Es wird so ziemlich alles angesprungen,
was sich bewegt, da machen auch die Finger des Pflegers keine Ausnahme.
Interessant finde ich, dass die Tierchen, obschon sie sicher nicht zu den
Hellsten gehören, zur Fütterungszeit immer alle schön versammelt hinter der
Terrariumscheibe stehen. Die eigentliche Fütterung artet meistens in eine
Massenprügelei aus, jeder gegen jeden. Dazu wird dem Futterneid lautstark Ausdruck
verliehen. Ich füttere vor allem mittlere Heimchen, Dendrowürmer, Fliegen
und deren Larven. Gelegentlich gibt es auch eine Ladung Drosophilas, die mit
Herpetal Amphib oder mit einem Canthaxantin-Pulver bestäubt sind.
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Hinweis zu Canthaxantin:
Canthaxantin ist ein roter Farbstoff, der in der Natur sehr häufig vorkommt,
aber auch künstlich hergestellt wird. Er wird in der Tierhaltung vor allem bei
Ziervögeln eingesetzt, um den Vögeln zu einem leuchtend roten Gefieder zu
verhelfen. Ich habe, nach mehreren Abklärungen, den Stoff in Form von "Quikon
Canthaxantin" in kleiner Dosierung etwa ein Jahr lang an meine Unken verfüttert.
Der gewünschte Effekt trat relativ schnell auf und die Tiere bekamen einen
wunderschön roten Bauch. Auf der anderen Seite bekam eine der Unken einige Zeit
später ein trübes Auge, das sich mit antibiotischer Augensalbe nicht behandeln
liess. Im Gegenteil, ein paar Wochen später wurde auch das zweite Auge trüb.
Erst jetzt fiel mir ein, dass ich mal was über Augenschäden beim Menschen im
Zusammenhang mit Canthaxantin gelesen habe. Ob tatsächlich ein kausaler
Zusammenhang zwischen dem Canthaxantin und der Augentrübung besteht, kann ich
nicht mit Sicherheit sagen, aber er ist nicht auszuschliessen. Entsprechend werde
ich die Canthaxantin-Gabe bei meinen Tieren in Zukunft unterlassen, obschon die
anderen 5 Unken keine Symptome zeigen. |

Augenschaden durch Canthaxantin ? |
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Terrarium:
Das Terrarium von Rotbauchunken sollte auf jeden Fall einen grossen
Wasserteil umfassen, da sich die Tiere meist dort aufhalten. Ein paar Inselchen
und eine dichte Bepflanzung macht es den Unken möglich, sich halb im Wasser, halb
an Land aufzuhalten. Da ich meine Unken zusammen mit Phelsumen halte (Vergesellschaftungkritikern
wird es jetzt die Nackenhaare sträuben), werden die Tiere eher etwas zu warm
gehalten, was sie aber gut verkraften. Lediglich die Fortpflanzungsbereitschaft
leidet etwas darunter. Ein reines Bombina-Terrarium würde ich mit einem
2/3-Wasserteil ausstatten, bei mir ist es die Hälfte, wobei das Terrarium mit
einer Grundfläche von 100 x 50 für vier Tiere eher grosszügig bemessen ist.
Verhalten:
Rotbauchunken sind sehr dankbare Tiere. Es ist immer was los und
gelegentlich werden richtiggehende Orgien gefeiert. Sie sind auch ausgesprochen
neugierig. Wenn die Terrariumtüre geöffnet wird, kommen sie, vermutlich vom
Hunger getrieben, sofort schauen, was da los ist.
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Wie alle Amphibien häuten sich auch Rotbauchunken. Dies geht allerdings sehr
schnell vonstatten, so dass wir das in der Regel gar nicht bemerken. Einmal
hatte ich aber das Glück, gerade zum richtigen Zeitpunkt ins Terrarium zu
schauen. Aufgrund der etwas veralgten Scheibe ist das Bild zwar nicht gerade der
Hammer, aber es lässt sich auf jeden Fall erkennen, was da gerade abläuft. 30
Sekunden später war alles vorbei und die Unke ging wieder ihrer
Lieblingsbeschäftigung nach.
Winterruhe:
Die Tiere kommen aus Breitengraden, in denen sie eine längere Winterruhe
einlegen. Um die Fortpflanzung zu gewährleisten sollte diese auch
Terrariumtieren ermöglicht werden. Die Literatur spricht von einer Ruhezeit von
4-5 Monaten bei 4-5 °C, daher erfolgt diese am besten im Kühlschrank. Ich habe
aber meine Unken noch nie in eine Winterruhe geschickt. Trotzdem erfreuen sie
sich seit Jahren bester Gesundheit und haben mir auch einmal etwa 200 Quappen
beschert. Eine Fortpflanzung ohne Winterruhe ist aber nicht gesichert.
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Häutung
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Fortpflanzung:
Die Paarungsphase läuft hektisch, rabiat und mitunter auch laut (natürlich
kein Vergleich zu Laubfröschen) ab. Das Weibchen befestigt seinen Laich
grüppchenweise an Pflanzen oder ähnlichem. Je nach Wassertemperatur schlüpfen
die Kaulquappen schon nach einigen Tagen. Die Kaulquappen sollten aus dem
Terrarium der Elterntiere entfernt und am besten in ein Aquarium mit ein paar cm
Wasser überführt werden. Die Fütterung der Quappen erfolgt mit gekochtem
Blattsalat, getrockneten Brennesselblättern und vegetarischem Zierfischfutter.
Das Wasser sollte alle 2-3 Tage gewechselt werden. Schon nach etwa einer Woche
wachsen den Kaulquappen zuerst die Hinter-, dann die Vorderbeine. Jetzt ist der
Zeitpunkt gekommen, um den Jungunken einen Landteil zur Verfügung zu stellen.
Während der Metamorphose fressen die Tiere nichts und zehren vom Resorbieren
ihres Schwanzes. Anschliessend werden die kleinen Unken mit Drosophilas und
anderen kleinen Futtertieren gefüttert. Ein schwimmendes Inselchen in Form eines
Rindenstücks hat sich für die Fütterung sehr bewährt, da die Futtertiere von
dort aus nicht einfach abhauen können.
Es ist übrigens anzuraten, das Becken des Nachwuchses mit einem ausbruchsicheren
Deckel zu versehen, denn glatte Glaswände stellen für die kleinen Unken kein
Hindernis dar (für adulte Tiere übrigens auch nicht). Frühestens nach einem,
spätestens nach zwei Jahren sind die Unken geschlechtsreif. |

Senkrechte Glasscheiben sind kein Hindernis |
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Bombina bombina |
LINNAEUS, 1761 |
Europ. Rotbauchunke |
Ost-Europa |
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Bombina variegata
variegata |
LINNAEUS, 1758 |
Gelbbauchunke |
Zentral- und
Südeuropa |
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Bombina variegata
scabra |
KUESTER, 1843 |
Griechische
Gelbbauchunke |
Griechenland |
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Bombina variegata
kolombatovici |
BEDRIAGA, 1891 |
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Kroatien, Bosnien |
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Bombina pachypus |
BONAPARTE, 1838 |
Kurzfussunke |
Italien, südlich Po |
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Bombina maxima |
BOULENGER, 1905 |
Chin. Riesenunke |
Asien, Provinz
Sichuan u. Yunnan |
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Bombina
lichuanensis |
YE & FEI, 1994 |
Lichuan-Rotbauchunke |
China, Provinz
Sichuan u. Hubei |
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Bombina
microdeladigitora |
Liu, HU & YANG,
1960 |
Hubei-Rotbauchunke |
Asien, Provinz
Yunnan u. Hubei / Vietnam |
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Bombina
fortinuptialis |
TIAN & WU, 1978 |
Guangxi-Rotbauchunke |
China, Guangxi |
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