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Beregnungsanlage
Aktuell habe ich 2 Anlagen von T.W. im Einsatz, eine Einzel- und eine
Doppelanlage. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten bei der Doppelanlage
(undicht) laufen nun beide Anlagen zufriedenstellend. Allerdings würde ich
heute nur noch Einzelanlagen beschaffen, auch wenn dies unter dem Strich
teurer kommen würde. Die höhere Flexibilität würde für mich den Mehrpreis
aber wett machen.
Die T.W.-Anlagen haben für mich den Vorteil, dass alles schön in einem
Gehäuse untergebracht ist und einen sauberen Eindruck hinterlässt. Leider
sind die verwendeten Hochdruckpumpen ziemlich laut, so dass man über einen
laufenden "Befeuchtungsprozess" auch dann immer informiert wird, wenn man
z.B. gerade vor der Glotze hockt.
Technisch sind die Anlagen relativ einfach aufgebaut. Sie habe pro Pumpe
einen internen Timer, der die Beregnungsdauer festlegt. Der Zeitpunkt der
Beregnung muss aber mittels einer normalen Schaltuhr extern geregelt werden.
Bei den Timern für die Dauer ist mir aufgefallen, dass sie eine sehr grosse
Abweichung haben (zumindest bei meiner Doppelanlage). Während der eine
Regler für 30 Sekunden Beregnungszeit gerade mal eine viertel Umdrehung
braucht, ist der andere mit der gleichen Zeit schon fast am Anschlag.
An der Doppelanlage hängen derzeit insgesamt 6 Terrarien (1.Strang 2
Terrarien mit 5 Düsen, 2.Strang 4 Terrarien mit 7 Düsen). Die Einzelanlage
bedient aktuell 5 Terrarien mit insgesamt 7 Düsen, wobei zwei der Becken je
gut 5 Meter von der Anlage weg stehen (Schlauchlänge je ca. 8m).
Als Düsen verwende ich die Minidüsen von T.W. mit einem Durchfluss von 0.011
l/min. Die Düsen haben zum Teil eine flexible Verlängerung, was sehr
praktisch ist und eine sehr zielgenaue Ausrichtung des Sprühnebels zulässt.
Allerdings ist es schon dreimal passiert, dass der Düsenkopf von der
Verlängerung abgesprengt wurde, da dieser nur aufgesteckt ist. Meistens ist
der Düsenkopf im gut strukturierten Terrarium nicht mehr zu finden, so dass
die ganze Düse ersetzt werden muss.
Inzwischen habe ich die Flex-Düsen modifiziert, indem ich die Düse
zusätzlich mit einer Art Schlauchbride (Deutschland: Kabelschelle) aus
Blumendraht gesichert habe. Seither wurde keine Düse mehr abgesprengt.
Probleme gibt es mit der Verkalkung der Düsenköpfe, wobei dies weniger mit
den Düsen selber als vor allem mit unserem sehr kalkhaltigen Wasser zu tun
hat. Obschon alles Sprühwasser durch einen Kalkfilter (ähnlich Britta, aber
fest in die Wasserleitung eingebaut) fliesst, müssen alle Düsen praktisch
monatlich entkalkt werden (gelegentlich schon nach einer Woche). Die
Verwendung von Regenwasser ist meines Erachtens auch nur suboptimal, da
Regenwasser in unserer stark besiedelten Gegend bekannterweise mit diversen
Schadstoffen kontaminiert ist.
Trotz der Beregnungsanlagen sprühe ich häufig noch manuell. Einerseits kann
keine Anlage so genau dosieren, wie dies von Hand möglich ist und
andererseits sprüht die Anlage nicht in jede Ecke, was dazu führt, dass auch
in einem Regenwaldterrarium Pflanzen verdorren können. Die Anlagen sind aber
unbestritten eine Erleichterung und eine Komfortsteigerung für Tier und
Halter, auf die ich nicht mehr verzichten möchte.
Für den Wasservorrat liess ich von einem Aquariumbauer einen Glastank mit
etwa 20 Litern Inhalt bauen. Dieser passt schön zwischen die Terrarien, ist
einfach zu reinigen, und der Inhalt reicht gut für eine Woche. Natürlich
kann man auch einen Kunststoffkanister nehmen, aber je nach
Platzverhältnissen lässt sich dieser aufgrund der ungünstigen Form
vielleicht nur schlecht unterbringen.
Hinweis: Aufgrund diverser
Vorkommnisse (Lieferschwierigkeiten, unbeantwortete Anfragen usw.) kann ich T.W derzeit nicht empfehlen, obschon ich von den Anlagen nach wie vor
überzeugt bin. Ich rate dringend, bei Bestellungen auf jeden Fall auf eine
Rechnung oder auf Nachnahme zu bestehen und keine Vorauszahlungen zu
leisten.
Als Alternative zu T.W. bietet sich
http://www.btd24.de an. |

T.W.-Regenanlage BA-05T

T.W.-Regenanlage BA-12-DUO

Minidüse 0.011 l/min.

Flex-Düse 0.011 l/min.
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Vernebler
Ich setze seit vielen Jahren einen leicht modifizierten Fakir LB10 ein. Das
Gerät wird über einen externen Hygrostaten im Terrarium gesteuert und läuft
seit Beginn
absolut störungsfrei. Bei mir ist der Nebler als "Backup"-Lösung neben der
Beregnungsanlage gedacht, d.h. dass er immer dann zum Zuge kommt, wenn die
notwendige Luftfeuchtigkeit aus irgend einem Grunde durch die
Beregnungsanlage nicht mehr gehalten werden kann (z.B. bei extrem trockener
Raumluft im Winter oder bei leerem Wasserbehälter).
Vernebler haben einige Nachteile, die man als Terrarianer kennen sollte. So
neigen sie schnell zu Verschmutzung durch Algen und Bakterien und müssen
deshalb häufig gereinigt werden. Auffallend ist dabei, dass diese
Verschmutzung stark von der effektiven Laufzeit abhängt. Läuft das Gerät
häufig, bildet sich bereits nach 2-3 Tagen ein schmieriger Film, während das
Wasser bei seltenem Betrieb des Neblers auch nach einer Woche zumindest
optisch noch OK ist.
Der "Nebel" wird über einen Schlauch, der idealerweise so verlegt ist, dass
er immer leicht ansteigt, zum Terrarium geführt. Natürlich können über
Verzweigungen auch mehrere Terrarien bedient werden. Den Anschluss des
Schlauches an den Nebler habe mittels eines normalen Haushalttrichters und
einem Stück Kunststoff-Kanalisationsrohr realisiert.
Der Fakir-Nebler hat übrigens den grossen Vorteil, dass er durch seine
rechteckige Form relativ wenig Stellfläche benötigt und trotzdem einen recht
grossen Wassertank besitzt (ca. 5l). |

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Filtersystem
Als Alternative zu den bekannten Umkehr-Osmose-Anlagen verwende ich
ein Filtersystem zur Aufbereitung von Leitungswasser, das bei uns extrem
kalkhaltig ist (> 30 °fH bzw. > 17 °dH). Das System wird direkt in die
Wasserleitung integriert (zweiter Wasserhahn in der Küche) und bietet
verschiedene Filterkartuschen. Gegenüber der Osmose-Anlage bietet das System
einige Vorteile wie ungleich grössere Durchflussmenge, kein Restwasser und
das aufbereitete Wasser ist auch für den menschlichen Genuss geeignet (z.B.
Kaffeemaschine u.ä.). Der Nachteil für die Beregnungsanlage ist, dass das
Filtersystem nicht destillatgleiches Wasser produziert, was im Klartext
heisst, dass sich vor allem gegen Ende der Lebensdauer der Filterkartusche
wieder Kalk im aufbereiteten Wasser befindet und die Regendüsen wieder
verstopft werden. Der Hersteller gibt für die Kartuschen eine Lebensdauer
von 8'000 Litern an, was aber bei unserer Wasserhärte definitiv zu hoch
gegriffen ist.
Bisher verwendete ich auf Empfehlung des Lieferanten Filterkartuschen für
Giesswasser (grün). Neu habe ich jetzt Kalk-Radikal-Filter bestellt
(Karbonat Plus). Längerfristig brachte aber leider auch die
Karbonat.Plus-Kartusche nicht den erwünschten Erfolg. Es dauerte zwar
deutlich länger, bis die Düsen wieder verkalkt waren, aber nach 2-3 Wochen
war dann doch jeweils wieder eine Generalreinigung notwendig.
Weitere Informationen unter:
www.fewatec.com |

Wasserfilter mit zugehörigen Kartuschen |
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Mineralwasser
Den nächsten Versuch startete ich Anfang 2010 mit Mineralwasser mit geringem
Anteil Mineralien (oligminerale). Mit Fonte Caudana fand ich ein passendes
Produkt zu einem günstigen Preis. Nach bald einem Jahr kann ich sagen, dass
sich das Wasser sehr günstig auf die Düsen auswirkt, hatte ich doch dieses
Jahr nur ganz selten noch verstopfte Düsen. Der Nachteil dieses Wassers ist,
dass im Vorratsbehälter viel schneller Algen bilden, als dies bei normalem
Hahnenwasser der Fall ist. Wieso dem so ist, weiss ich nicht, aber der
Vorratsbehälter muss deutlich häufiger ausgewaschen werden als vorher. Unter
dem Strich bedeutet dies aber immer noch viel weniger Aufwand, als alle 2-3
Wochen nahezu alle Düsen zu reinigen.
Auch für kleine Wasserfälle und ähnliches eignet sich dieses Wasser, da
dadurch auch die Pumpen deutlich länger leben, weil sie nicht verkalken.
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